2. MARKTLABOR

Gemeinsam Zukunft gestalten: Zweites Treffen des Smart Village Joglland Netzwerks
19 engagierte Teilnehmer:innen entwickeln Ideen für eine attraktive Regional- und Wirtschaftsentwicklung.

Beim Treffen im Marktlabor Birkfeld wurden zentrale Herausforderungen gesammelt und erste Lösungsansätze erarbeitet – von Fachkräftesicherung bis Leerstandsnutzung. Die Vielfalt der Perspektiven zeigte klar: Die Region hat großes Potenzial, wenn Menschen gemeinsam daran arbeiten.

Marktlabor, 21. 08. 2025, 19:00 Uhr

19 engagierte Personen aus den Jogllandgemeinden widmeten sich der Zukunft unserer Region.

Programm:

  1. Vorstellung des Netzwerkkonzepts Smart Village Joglland
  2. Best-Practice-Beispiele
  3. Offene Runde für Ideen, Wünsche & Perspektiven aus und für die Bereiche Wirtschaft & Arbeitsplätze
  4. Raum zum Austausch und Kennenlernen

1 Netzwerkkonzept Smart Village Joglland

Die Wirtschaftsvereine Ortsentwicklungsverein Birkfeld und Verein Vorauer Wirtschaft haben im Rahmen des ländlichen Innovationsunterstützungsnetzwerkes (kurz: LIN) „Smart Village Joglland“ eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um regionale Herausforderungen wie Abwanderung, Fachkräftemangel, Leerstände und Klimawandel durch nachhaltige Konzepte zu lösen.

Ziel ist die Stärkung der lokalen Wirtschaft, Schaffung moderner Arbeitsplätze, Förderung von Neugründungen und Erhalt der Lebensqualität.
Ein starkes, offenes Netzwerk (inkl. Stammtische, Ideen-Speicher, Experteneinbindung) sorgt für Austausch, Transparenz und Kooperation.

2 Best-Practice-Beispiel  „START.N“ Kitzbühl

START.N ist ein innovatives Gründerzentrum in Kitzbühel, das auf knapp 800–830 m² Raum für Jungunternehmer:innen und Start-ups bietet. Es wurde als Containerstruktur direkt auf einem Parkplatz neben dem Tennisstadion errichtet – geplant als mobiles Workspace-Konzept.

Ziele & Mehrwert

  • Förderung der regionalen Gründerszene durch günstige, flexible Arbeitsplätze als Sprungbrett nach der Startphase (Mietdauer max. 3 Jahre)
  • Kombination von Coworking, Workation und Remote Work – tagsüber kreativ im Workspace arbeiten, abends Entspannung in den Bergen
  • Starke Community-Bildung durch Networking, Matchmaking, Events, Workshops, Mentoring und Pitches
    • Beispiel: regelmäßige Pitch Nights, wo Gründer:innen ihre Ideen kurz vorstellen und anschließend netzwerken
  • Kein Platz für direkte Konkurrenz: Das Zentrum achtet darauf, nicht mehrere Unternehmen derselben Branche aufzunehmen – zur Förderung der Zusammenarbeit und Harmonie

3 BRAINWRITING

Beim 1. Treffen wurde  ein offenes Brainstorming veranstaltet, wobei bereits viele interessante Themen aufgetaucht waren, wie wir unsere Region attraktiver gestalten können.

Beim aktuellen Treffen wurde der Focus auf das Kernthema Wirtschaft gelegt. Wirtschaft,  mit allem, was dazu gehört, von Land- und Forstwirtschaft, Fischzucht, usw. bis hin zu Handel, Gewerbe, Industrie, Tourismus, Dienstleistungen, usw.

Verteilung der Zettel  – Wo drückt der Schuh
(jeder schrieb die für sich wichtigsten Problemfelder auf den Zettel)

Zentrale Themen & Herausforderungen

1. Gesellschaft & Soziales

  • Demographischer Wandel
  • Abwanderung, Verlust der Jugend
  • Menschen in der Region halten („Helle Köpfe Region“)
  • Wertschätzung & Zusammenhalt
  • Mehr Kommunikation, weniger „Kirchturmdenken“
  • Vereine & Treffpunkte für alle Generationen
  • After-Work-Bier wieder aufleben lassen

2. Wirtschaft & Arbeitsmarkt

  • Fachkräftemangel & Mitarbeiterbindung
  • Ausbildung & Motivation von Lehrlingen (Goodies, Wertschätzung)
  • Mitarbeiter aus der Region wandern ab (z. B. Richtung Weiz)
  • Platz für Ansiedelung & Wohnmöglichkeiten
  • Stärkung von Kleinbetrieben (Mitarbeiterhaus)
  • Arbeitsplätzemangel, Betriebsschließungen
  • Kaufkraft erhalten & steigern

3. Handel & Konsum

  • Konkurrenz durch Onlinehandel durch starke Onlinepräsenz (Amazon, Temu etc.)
  • Einkaufsverhalten
  • Sichtbarkeit und Präsenz lokaler Wirtschaft

4. Infrastruktur & Rahmenbedingungen

  • Bürokratie zu aufwendig
  • Internetverbindung
  • Verkehrsanbindung & Straßen-Infrastruktur
  • Leerstände & freie Flächen
  • Möglichkeiten für Shared Offices

5. Veranstaltungen & Gäste

  • Rolle von Gastro und Events („Wo sind die Gäste?“)
  • Nutzung diverser regionaler Kanäle für Kommunikation
  • Presse & Sichtbarkeit (z. B. Kommunalsteuer kommunizieren)

Ideen-Speicher „Benenne das Problem! Finde alternative Lösungen“

Im Zuge der Diskussion entstanden folgende Ideen:

  • Bewusstseinsbildung & Sichtbarkeit
  • Plakette auf Bücher,.. „REGIONAL GEKAUFT“
  • Maskottchen/Symbol für Smart Village
  • Leerstände befüllen – Idee: „Shared office“
  • Lehrlinge regional verankern
    Lehrlingsaustausch innerhalb der Betriebe
    gemeinsame Lehrlingsauflüge
    Goodies und gemeinsame Angebote
    Kurse im Joglland abhalten